Donnerstag, 2. August 2012
 
Der vaterlose Mann
SWR Teleakademie
Prof. Dr. Matthias Frantz

Dass die Beziehung zum Vater wichtig für die kindliche Entwicklung ist, kann heute niemand mehr in Frage stellen. Sie stärkt das Selbstverständnis und die Beziehungsfähigkeit. Jungen brauchen den Vater für den Aufbau einer männlichen Identität und sind von einem Verlust des Vaters besonders stark betroffen.
Die 1975 begonnene Mannheimer Kohortenstudie untersuchte die Kriegskinder der Geburtsjahrgänge 1935 und 1945 über einen langen Zeitraum hinweg. Dabei zeigten sich bis heute bestehende gravierende Langzeitfolgen der kriegsbedingten Vaterlosigkeit. Vor dem Hintergrund dieser Studie und aktueller entwicklungspsychologischer Konzepte analysiert Matthias Franz die Situation der heutigen Vaterlosigkeit vieler Jungen mit immer mehr Scheidungen und Trennungen unverheirateter Paare. Wie kann der erhöhten psychosozialen Belastung der Betroffenen entgegengewirkt werden?

Sehen Sie die vollständige Sendung hier.

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Freitag, 6. April 2012
 
Parental Alienation: Keine geringfügige Störung
Deutsches Ärzteblatt Februar 2012
Walter Andritzky
William Bernet: Parental Alienation DSM-V und ICD-11. Charles C. Thomas Publisher, Springfield, Illinois, USA 2011, 264 Seiten, kartoniert, 36,99 Euro

Die Beiträge im Buch von Dr. William Bernet und 70 Fachleuten aus Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Rechtswesen aus 13 verschiedenen Ländern legen anschaulich dar, dass Parental Alienation („Elterliche Entfremdung“) nicht nur eine geringfügige Störung im Leben einer Trennungsfamilie ist, sondern eine schwere psychische Störung, die viele Familien und ihren Nachwuchs beeinträchtigen. Die Autoren fanden mehr als 600 Fachartikel, Bücher und Buchkapitel aus 30 Ländern, die das Phänomen beschreiben und diskutieren. Sie schlagen vor, dass Parental Alienation als psychische Störung in den Haupttext von DSM-5 beziehungsweise als eine Beziehungsstörung in der Sektion Criteria Sets and Axes for Further Study des DSM-5 aufgenommen wird.

Lesen Sie die vollständige Buchvorstellung hier.

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Freitag, 7. Oktober 2011
 
The Parental Alienation Syndrome (PAS) und die Interessenvertretung des Kindes
ein kooperatives Interventionsmodell für Jugendhilfe und Gericht
Wera Fischer, 1998
Die Verfasserin ist Soziarbeiterin und Moderatorin

Der tragischste Effekt, den eine Scheidung für ein Kind haben kann, ist der Verlust eines Elternteils. Manchmal können es Eltern nicht ertragen, den früheren Partner weiterhin sehen zu müssen und verschwinden aus dem Leben ihres Kindes. Oder das Kind ist zwischen die Fronten geraten und weigert sich, den zweiten Elternteil zu besuchen. Nicht selten versucht der "bevorzugte" Elternteil, den anderen aus dem Leben des Kindes auszugrenzen und es kommt zur Entwicklung eines PA-Syndroms beim Kind: es spaltet seine Eltern in einen geliebten (guten) und einen angeblich gehaßten (schlechten, bösen) Elternteil auf.

Jedesmal ist es Aufgabe der Jugendhilfe, die zweite Elternbeziehung zu schützen. Jede der geschilderten Situationen erfordert jedoch eine andere Strategie. In diesem Artikel soll es darum gehen, was SozialarbeiterInnen tun können, wenn sie im Rahmen ihrer Jugendhilfetätigkeit mit PAS konfrontiert sind.

Lesen Sie den sehr fundierten Beitrag hier.

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Dienstag, 28. Dezember 2010
 
Kampf um die Kinder
Nach der Trennung verliert ein Elternteil oft den Kontakt zum Nachwuchs. In einer Selbsthilfegruppe sprechen Väter und Mütter darüber, wie sie damit umgehen können.
Frankfurter Rundschau 27.12.2010
Claudia Isabel Rittel

Und? Wie war Weihnachten? Das werden heute viele Menschen fragen. Wer ein schönes Fest hatte, wird gerne davon erzählen. Manch einen kann diese Frage aber auch kalt erwischen. Eltern, die ihre Kinder nicht sehen dürfen, zum Beispiel. Oder deren Kinder sie nicht sehen wollen. Das schmerzt.

Lesen Sie die vollständige Nachricht hier.

ACHTUNG! Gut lesen!:
"Im Vier-Augen-Gespräch mit der Richterin entschied sich dann auch der damals Siebenjährige dafür, beim Vater zu bleiben."
Von diesen Gesprächen werden üblicherweise weder Wortprotokolle noch Tonaufzeichnungen angefertigt. Niemand weiß, was hinter verschlossenen Türen vor sich geht. Tatsache ist, dass manch ein Kind aus einem solchen Gespräch "geläutert" herauskommt und das Gegenteil von dem sagt, was es vorher wollte.
Dem Presseblog ist ein Fall bekannt, in dem das Kind berichtete, wie es von der Richterin so lange bedrängt wurde, bis es den Anhörungsraum verließ. Dass es dabei heftig weinte, wurde von allen Anwesenden (Parteien, Rechtsanwälte, Zeugen ...) bemerkt.

Was wird uns immer wieder gebetsmühlenartig erzählt?
"Oberster Maßstab des Handelns der Familiengerichte ist das Kindeswohl."
Loriot würde hinzufügen: "Ach?"

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Freitag, 10. September 2010
 
New Brazilian Law 12 318 defines and punishes parental alienation
Father Knowledge Center Europe 25.08.2010
Peter Tromp

On the 26th of August 2010 the Brazilian Parliament has ratified with immediate effect a law against parental alienation. The law defines parental alienation as a form of child abuse. It provides Brazilian judges and courts with seven measures to deal with parental alienation. Amongst those are fines, contrary custody and/or care and residence decisions and care supervision orders.

Below you will find the text of this new Brazilian law in an English translation and below that the Brazilian original text.

Brazilian Law 12 318 – Ratified law that defines and punishes parental alienation

Lei 12.318 Sacionada lei que define e pune a alienação parental

Worauf wartet Deutschland noch?

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Donnerstag, 9. September 2010
 
Fachtagung Loyalitätskonflikt und PAS
PAPA-YA Nr. 8 / September 2010
Simone Kabus
Psychologische Beraterin (VFP)
Beratung und Coaching für Familien


Der Väteraufbruch für Kinder e.V. (VAFK) des Kreises Köln veranstaltete am 09.06.2010 eine Fachtagung zu den Themen Loyalitätskonflikt und PASyndrom - Entfremdung und Umgangsausschluss vermeiden - Die Chancen des neuen FamFG nutzen.

PAPA-YA hat dem Presseblog den Tagungsbericht zum Vorabdruck zur Verfügung gestellt.

pas tagung vafk (pdf, 104 KB)

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Freitag, 1. Mai 2009
 
Lebensraum Schule - Wir wollen neue Wege gehen!
Auf der Seite des Rechtsanwalts Dr. Peter Koeppel findet sich folgende interessante Presseerklärung:

Am Samstag, dem 25. April, dem internationalen Welttag der Eltern-Kind-Entfremdung luden das Blindeninstitut Würzburg und der eingetragene Verein PAS-Eltern zu einer Podiumsdiskussion ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das leidvolle Entfremdungssyndrom PAS und es wurde diskutiert wie der Lebensraum Schule Trennungskindern helfen kann, um sie in dieser sehr belastenden Situation künftig besser zu schützen.

Lesen Sie die vollständige Presseerklärung hier.

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Mittwoch, 6. Februar 2008
 
Entfremdet
Eine Initiative von PAS-Eltern e.V. und dem Väteraufbruch für Kinder e.V.
www.entfremdet.de

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. und PAS-Eltern e.V. haben sich für diese Aktion
entschlossen um das Ausmaß der Kindesentfremdungen in Deutschland zu visualisieren.
Wir wollen mit dieser Aktion dem Argument: ”Sie sind ja bloß ein Einzelfall.” entgegentreten.
Diese Aktion richtet sich vorerst nur an Eltern die den Kontakt zu ihren Kindern, nach Trennung
oder Scheidung, seit mindestens 3 Monaten verloren haben.

”Ich werde oft gefragt, wie lang es dauern kann bis sich eine solche Praxis standardisiert,
das heisst überall umgesetzt ist. Es wird, wenn es keine rechtlichen Rahmenbedingungen
geben wird, Jahrhunderte dauern - zumindest in Deutschland, oder nie. Da bin ich sehr pessimistisch.
Ich bin aber optimistisch, dass es solche Rahmenbedingungen in
Zukunft geben wird, weil einfach der Druck aus der Gesellschaft immer stärker wird.”
- Richter Jürgen Rudolph / Mitbegründer der Cochermer Praxis -

Helfen Sie uns den Druck aus der Gesellschaft zu erhöhen und beteiligen Sie sich
an unserer Aktion
.

So bestechend die Idee auch ist, wird doch diese Seite langsam zum Ärgernis. Seit Monaten befindet sie sich in Überarbeitung, ohne dass ein Fortschritt erkennbar wäre. Der Aktion sind bereits zahlreiche Unterschriften verloren gegangen. Das ist ärgerlich, denn die Dokumentation der großen Zahl der Betroffenen war gerade das vorrangige Ziel.

Vertrauen lässt sich leichter erhalten als wieder gewinnen.

Schade, schade, schade!
Wieder ein Steinchen mehr in der langen Mauer der verpassten Gelegenheiten!

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Dienstag, 5. Februar 2008
 
Kinder häufiger von Mutter als vom Vater entführt
Basler Zeitung 04.02.2008
ap/baz

Kinder sind im vergangenen Jahr deutlich häufiger von Müttern als von Vätern entführt worden. In 74 Prozent der Fälle war es die Mutter, wie die am Montag veröffentlichte Statistik der Schweizerischen Zentralbehörde zeigt. Von den neuen Rückführungs- und Besuchsanträgen waren im vergangenen Jahr 127 Kinder betroffen.

Lesen Sie die vollständige Nachricht hier.

Die Verteilung dürfte in Deutschland kaum anders sein, zumal sich hier Mütter recht sicher sein können, nach der Entführung schnellstmöglich das Sorgerecht zu erhalten. Da schmilzt das Unrechtsbewusstsein wie die sprichwörtliche Butter in der Sonne, die ja im Zeichen der globalen Erwärmung ohnehin an Kraft gewinnt.

Auch die folgenden Zahlen dürften einigen Zeitgenossen nicht richtig schmecken, die gerne die Männer als stets gewaltbereite Unholde brandmarken wollen:


Entführender Elternteil war auch im vergangenen Jahr häufiger die Mutter, und zwar in 74 Prozent der Fälle. Bei der Verweigerung des Besuchsrechts lag der Anteil der Mütter gar bei 86 Prozent, wie das BJ schreibt.

Und weil ich so gerne zitiere, heute ein Satz von George Washington:

"Man kann allen Menschen einige Zeit,
einigen Menschen alle Zeit,
niemals aber allen Menschen alle Zeit etwas vormachen."

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Montag, 4. Februar 2008
 
Wenn fehlender Kontakt Eltern und Kinder krank macht
Planetopia, SAT1 03.02.2008

Jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden - eine Stresssituation für alle Beteiligten – Eltern wie Kinder. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass es sogar eindeutige Krankheitsbilder bei Eltern gibt, die ihr Kind nicht mehr sehen dürfen. Und auch Scheidungskinder haben es in ihrem weiteren Leben oft schwer, leiden unter Depressionen und haben nicht selten auch Probleme in ihrer eigenen Beziehung.

Planetopia spricht mit Betroffenen und stellt ein Modell vor, bei dem die Scheidung möglichst ohne negative Begleiterscheinungen vonstatten geht.

Sehen Sie den Beitrag hier.

Ein überaus wichtiger Beitrag, der nicht nur das Phänomen "Elternentfremdung" erklärt, sondern auch dessen Folgen aufzeigt. Hatte man bisher schon gelesen, dass entfremdete Kinder und Eltern mit Spätfolgen und Langzeitwirkungen zu kämpfen haben, so wird dies nun durch die Aussage einer Betroffenen deutlich gemacht. Als Kind selbst entfremdet, leidet sie noch heute unter psychischen und körperlichen Beschwerden. Und damit wird deutlich: Elternteilentfremdung ist Folter! Eine Art von Folter übrigens, deren Auswirkungen von namhaften Forschern mit den Leiden von Kriegswaisen verglichen werden.

Während dies im Ausland längst bekannt ist und in der Rechtspechung berücksichtigt wird, verschließen unsere Jugendämter und viele Familienrichter noch immer die Augen vor diesem Massenphänomen. Dabei sind die Auswirkungen der vaterlosen Gesellschaft längst offenkundig. Deshalb müssen sämtliche Versuche, die Ausgrenzung der Väter noch stärker festzuschreiben, im Keim erstickt werden. Wissen diese Menschen denn nicht, was sie anrichten? Der Filmbeitrag macht deutlich, dass sie jedenfalls nicht im Interesse der Kinder handeln.


Prädikat: sehenswert

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