Sonntag, 13. Januar 2013
 
Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor
Nachdem die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vorerst gescheitert ist, geht die katholische Kirche nun juristisch gegen den Kriminologen Christian Pfeiffer vor. Er habe von der Kirche eine Unterlassungserklärung erhalten, sagte der Direktor des ursprünglich mit der Studie beauftragten Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in Hannover. Pfeiffer sah zunächst keinen Anlass von seiner Position abzurücken, wollte sich aber noch juristisch beraten.
tagesschau.de 10.01.2013

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger forderte die Kirche zur fundierten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals auf: "Es ist ein notwendiger und überfälliger Schritt, dass sich die katholische Kirche öffnet und erstmals kirchenfremden Fachleuten Zugang zu den Kirchenarchiven ermöglicht", betonte sie und fügte hinzu: "Die dramatischen Erschütterungen des Jahres 2010 dürfen nicht in einer halbherzigen Aufarbeitung versickern."

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Freitag, 11. Januar 2013
 
„Es wäre eine Offenbarung geworden“
Matthias Katsch, Beirat des Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten, über Täter, Persilscheine und den Wunsch nach einer unabhängigen Kommission.
taz 09.01.2013
Christian Füller

Mir und einem Kollegen von der Beratungsstelle Tauwetter war klar, dass die Kirche das Projekt nicht durchhalten würde, jedenfalls nicht so wie vereinbart, weil es ein fundamentaler Schritt war, den Christian Pfeiffer und die Kirche gehen wollten. Es wäre, pardon, eine Offenbarung geworden, wenn man anhand der Personalakten herausgefunden hätte, wie viel sexuelle Gewalt es in der Kirche wirklich gibt. Bisher spekulieren wir da ja alle nur rum.

Lesen Sie das vollständige Interview hier.

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Donnerstag, 7. Juni 2012
 
Abwesende Väter - ein Problem unserer Zeit
Papst Benedikt XVI.
Generalaudient am 23.05.2012

Bei seiner Generalaudienz am 23.5.12 wich der Papst vor Tausenden von Pilgern vom vorbereiteten Redetext ab, als es um das Thema Gott, der Vater, ging, und sagte:

„Vielleicht nimmt der Mensch von heute die Schönheit, die Größe und den tiefen Trost nicht wahr, die das Wort „Vater“ birgt: Die Figur des Vaters ist heute oft nicht präsent genug und wird im täglichen Leben auch nicht hinreichend positiv gesehen. Die Abwesenheit des Vaters, die Tatsache, dass ein Vater im Leben des Kindes nicht präsent ist, das ist ein großes Problem unserer Zeit – und dadurch wird es auch schwer, in seiner Tiefe zu verstehen, was es bedeutet, dass Gott für uns ein Vater ist.“

Von Jesus lasse sich lernen, so Papst Benedikt, was ein richtiges Vater-Sohn-Verhältnis sei.

Hören Sie den Originalton von Radio Vatikan.

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Samstag, 7. April 2012
 
Rauswurf aus Kindergarten: "Auffällige" Dreijährige kann fast alles
Die Beurteilung der Frühförderstelle ist eindeutig: Nichts spricht gegen einen Kindergartenbesuch von Isabella. Dabei hatte der Kindergarten die "auffällige" Dreijährige nach einer Woche rausgeworfen.
Südwest Presse 31.03.2012
Petra Laible

Schwarz auf weiß gibt es nun eine andere Beurteilung. Von der Frühförderstelle des Landkreises Neu-Ulm, die die Eltern mit ihrem Kind "auf Anstoß des Kindergartens" wegen "Auffälligkeiten bezüglich des (Spiel-)verhaltens in der Eingewöhnungszeit" besuchten. Die Sonderpädagogin stellt fest, dass es keine Belege für Auffälligkeiten Isabellas gibt, keine "Anhaltspunkte für Hindernisse, die einem Kindergartenbesuch entgegen stehen könnten". Eine Frühförderung sei nicht notwendig. Mit diesem Zeugnis suchen die Eltern jetzt einen anderen Kindergartenplatz.

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Mittwoch, 9. März 2011
 
"Sieben Wochen ohne Ausreden"
Die evangelische Fastenaktion ruft diesmal zu Verantwortung für das eigene Tun auf
WELT Online 28.02.2011

Der Gewissensexperte der Evangelischen Radiokirche, Klaus Hampe, sagte im Vorwege der Aktion, Ausreden seien manchmal sogar nützlich. "Wir brauchen Ausreden. Manchmal sind sie einfach eine Art des Nettseins. Es geht also gar nicht um Ausreden aus Höflichkeit oder um Streit zu vermeiden, sondern um das Herausreden aus einer Situation, in der ich ertappt wurde", so Hampe. "Herauswinden möchte ich das nennen, um es von den kleinen, nett gemeinten Alltagsausreden zu unterscheiden. Dahinter steckt Angst. Angst vor Strafe, Angst vor Gesichtsverlust, Angst vor Liebesentzug. Und darum ist die Aufforderung 'Sieben Wochen ohne Ausreden' eigentlich die Aufforderung, 'Sieben Wochen ohne Angst' zu leben."

Lesen Sie die vollständige Nachricht hier.

Mein Gott, wie groß muss die Angst der Kirche sein! Ausreden gehören bei ihr zur Tagesordnung - bis hin zur faustdicken Lüge der Kirchenleitung vor Gericht.

Wie sagte Goethe doch so treffend?
„Ein jeder kehre vor seiner Tür,
Und rein ist jedes Stadtquartier."

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Freitag, 4. März 2011
 
Missbrauchsopfern droht der Maulkorb
Drei Bundesministerinnen, 60 Experten: Am Runden Tisch zum Missbrauch stehen die Interessen von Institutionen und Parteien im Zentrum, nicht die der Opfer. Jetzt geht es um mögliche Entschädigungen. Etliche Betroffene haben ganz andere Probleme: Sie sehen sich Klagen mutmaßlicher Täter ausgesetzt.
SPIEGEL ONLINE 02.03.2011
Peter Wensierski

Sie sollten ihr Schweigen brechen, endlich erzählen, was damals passiert ist. Als vor einem Jahr ein Missbrauchsskandal das Bonner Aloisiuskolleg erschütterte, fühlten sich betroffene ehemalige Schüler mit ihren Nöten erstmals ernst genommen.
Zwölf Monate später ist die Aufbruchstimmung in Ernüchterung umgeschlagen.

"Jetzt ist alles, wie es schon immer war", sagt einer der vom Missbrauch Betroffenen. Die Bonner Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen gegen einen der mutmaßlichen Täter wegen Verjährung ein. Doch damit nicht genug: Der Beschuldigte ging sogleich per Unterlassungsklage gegen ehemalige Schüler und deren Aussagen vor. Die Opfer sehen sich dadurch gezwungen, weiter zu schweigen.

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Donnerstag, 13. Januar 2011
 
Diakonie-Heime betreiben Lohndumping à la Schlecker
Mit christlicher Wohlfahrt hat das wenig zu tun: Laut einem Pressebericht beschäftigen Diakonie-Heime Zehntausende Mitarbeiter in Zeitarbeitsfirmen - und drücken so die Lohnkosten. Mit ähnlichen Methoden sorgte schon der Discounter Schlecker für Schlagzeilen.
SPIEGEL Online 12.01.2011
ssu

Nach Angaben des "Stern" haben Häuser des evangelischen Wohlfahrtsverbands die Löhne Zehntausender Angestellter gedrückt. Viele Mitarbeiter seien in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt und müssten dort zu niedrigeren Löhnen arbeiten als bei einem regulären Angestelltenverhältnis, berichtet die Zeitschrift.

Lesen Sie die vollständige Nachricht < href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,739093,00.html" target="presse">hier.

Erschütternd? JA!
Neu? NEIN!
Dem Presseblog sind derartige Fälle bereits seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts bekannt.
Eine Änderung im verhalten der Diakonie ist seitdem nicht zu erkennen gewesen. Nur die Methoden haben sich verfeinert.

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Donnerstag, 30. Dezember 2010
 
Kirchenaustritt kann teuer werden
Noch nach Jahrzehnten können Finanzämter von Konfessionslosen eine Bescheinigung über ihren Kirchenaustritt verlangen. Allein in Berlin kommt es darüber jährlich in 4000 Fällen zu Streit. Denn die Beweislast hat der Bürger.
FAZ.net 22.12.2010
Joachim Jahn

Wer aus der Kirche austritt, sollte die Bescheinigung darüber sein Leben lang aufbewahren. Sonst droht auch Menschen, die seit Jahrzehnten im Berufsleben stehen, plötzlich eine Nachforderung des Finanzamts über Kirchensteuern für die vergangenen fünf Jahre. Vor allem in Berlin und Brandenburg stellt sich dieses Problem regelmäßig, wie Volker Jastrzembski von der Evangelischen Landeskirche der F.A.Z. bestätigte: Er beziffert die Zahl dieser Fälle auf rund 4000 jährlich. Das Problem: Die Beweislast für den Austritt liegt bei demjenigen, der einst getauft worden ist.

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Sonntag, 11. Juli 2010
 
Katholische Kirche erhält Preis "Verschlossene Auster"
Sprecher der deutschen Bischöfe räumt Fehler in Kommunikationsarbeit und Umgang mit Tätern ein
derStandard.at 10.07.2010
APA/apn

Wegen ihres Umgangs mit den Missbrauchsskandalen bekommt die katholische Kirche heuer den deutschen Kritikpreis "Verschlossene Auster" für den "Informationsblockierer des Jahres". Dies erklärte die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche am Samstag auf ihrer Jahreskonferenz in Hamburg. "Die deutschen Bischöfe geben bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nur die Tatsachen zu, die sich nicht mehr leugnen lassen", erklärte Thomas Leif, Vorsitzender des Netzwerkes.

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Dienstag, 16. März 2010
 
Neue Anschuldigungen gegen Idsteiner Pfarrer
Nach Missbrauchsgeständnis
WIESBADENER TAGBLATT 15.03.2010
Volker Stavenow

Der evangelische Pfarrer Martin Kuhlmann weiß seit gut vier Jahren von den Vorwürfen des Missbrauchs-Opfers Olaf P. gegen seinen ehemaligen Idsteiner Kollegen Pfarrer Dieter Frey. Wie diese Zeitung gestern von Stephan Krebs, dem Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erfuhr, hat Martin Kuhlmann das der Kirchenleitung in Darmstadt bereits am vergangenen Samstag schriftlich bestätigt. Krebs reagierte überrascht, dass die Verlautbarung von Kuhlmann nicht sofort an die Öffentlichkeit weitergegeben wurde.

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Zum Hintergrund

Moment mal!
----- Idstein? I D S T E I N ???
War da nicht vor kurzem schon etwas?

Erinnern wir uns: Die christliche Lehre hat schon früher segensreichen Einfluss auf die Idsteiner Rechtsprechung gehabt, z.B. im Jahre 2000 oder sogar noch früher.
Überhaupt scheint der Rheingau-Taunus-Kreis ein Hort der Gerechtigkeit zu sein. Erinnert sei hier an den Erdbeerrichter".
Unmittelbar nebenan liegt Wiesbaden mit seinem "Lampenrichter."
Diese Häufung stimmt nachdenklich.

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