Samstag, 30. Juni 2007
 
Auf dem Weg zum neuen Menschen
Junge Freiheit 29. 06. 2007
Gabriele Kuby

Warum verschließt sich die Bundesregierung den wissenschaftlichen Erkenntnissen und betreibt mit aller Macht die Verstaatlichung der Erziehung? Mit dem massiven Ausbau der Kinderkrippen greift der Staat nun nach den Kleinstkindern: mit einem Jahr in die Krippe, dann in den Kindergarten, von dort in die Ganztagsschule.

Vollständige Nachricht siehe hier, dort den Artikel von Gabriele Kuby anklicken.
Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, einen direkten Link auf den Artikel zu setzen.

Zum ersten Mal seit Einrichtung des Presseblogs weiß ich nicht, welchen Absatz des Artikels ich zitieren soll. Ich kann nur empfehlen, ihn vollständig zu lesen.

Wer die Verhandlungen und Beschlüsse der Familiengerichte verfolgt, weiß, wie oft in Sorgerechtsstreitigkeiten der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben wird (nach einigen Quellen in 40 % aller Fälle). Das ist, vor allem für Väter, das absolute K.O.-Kriterium, mit dem sie von ihren Kindern getrennt werden. Auch aus intakten Familien werden immer wieder Kinder nach einem behaupteten Missbrauch herausgenommen. Nun aber verteilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), deren Abteilung für Sexualaufklärung dem Familienministerium untersteht, kostenlose Ratgeber, deren Inhalt staunen macht:


Der „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr“ fordert Mütter und Väter dazu auf, „das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden, indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküßt wird“. (S. 16) „Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen“. (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 bis 3 Jahre!) „dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen“, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern“. (S. 25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13)

Lesen Sie unbedingt weiter im Artikel von Frau Kuby!

Den genannten Ratgeber zur Sexualerziehung der 1- bis 3-jährigen finden Sie auf der Webseite der BZgA, für 4- bis 6-jährige hier. Ein Verzeichnis der Kurzbeschreibungen der Printmedien zur Sexualaufklärung mit Abbildungen und Möglichkeit der Online-Bestellung findet sich hier.

Ist das die "gute Familienpolitik", über die Frau von der Leyen sich auf europäischer Ebene austauschen will?

Danke an ChrisTine, die im paPPa.com-Forum auf den Artikel aufmerksam gemacht hat. In diesem Forum wird auch über den Artikel diskutiert.

Schließlich muss man sich vor Augen führen, dass heute vielfach Diejenigen an den Schalthebeln der Macht sitzen, die sie als 68er bekämpft haben. Ein Beispiel hierfür findet sich in der österreichischen Zeitschrift "Aula".

Man sollte Marco W. zugute halten, dass er an seiner 13-jährigen Gespielin nur das praktiziert hat, was die Bundesregierung bereits für Säuglinge und Kleinkinder empfiehlt. Vielleicht bemüht sie sich deshalb so intensiv darum, ihn aus der Türkei freizubekommen.


Folgemeldung: Die Kritik an den Aufklärungsbroschüren hatte Erfolg. Lesen Sie hier.

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Das einzige, was mich an dem Artikel "Wer schützt die Seelen unserer Kinder?" stößt, ist die Tatsache, dass er im Rechtsaußenlager publiziert wurde. Was allerdings nichts an der Brisanz ändert.

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Da magst Du recht haben ...
... aber in Zeiten der großen Koalition sind kritische Stellungnahmen wohl nur aus den Außenlagern zu erwarten.

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Gender Mainstream
auch wenn man wikipedia nicht als gute Quelle nutzen kann - alles ändert sich täglich - empfehle ich mal folgende Links zum Thema zu lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Mainstreaming#Kritik_an_Gender_Mainstreaming

Bettina Röhl: Die Gender Mainstreaming-Strategie. In: Cicero, April 2005
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=7&item=581

Bettina Röhl wies erstmalig auf die negative Rolle von Alice Schwarzer hin. Ihr dazugehöriger Blog ist lesenswert.

Weiter: Alice Schwarzer („Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“) und Prof. Gunter Schmidt wollten beweisen, dass es zwischen Mann und Frau lediglich einen anerzogenen Unterschied gibt. Beide nannten als Grundlage ein Experiment des amerikanischen Psychiaters John Money, welches als gescheitert bezeichnet werden muss (siehe David Reimer). Bettina Röhl hielt dies Schwarzer 2005 in der Zeitschrift Cicero vor.[10]

Der amerikanische Professor Milton Diamond fasste David Reimers Leben und Tod so zusammen:

„Ich hoffe David Reimers Leben lebt fort in der Dokumentation einer kranken wissenschaftlichen Hybris und – Verlogenheit und es feiert seinen Mut, Öffentlichkeit herzustellen über das, was ihm angetan wurde, um andere vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. Die John/Joan-Story wird all diejenigen zu einem Widerruf veranlassen, die denken, dass Geschlechterentwicklung nur ein Ergebnis einer Erziehung ist. Erziehen ist wichtig, jedoch müssen wir jede angeborne Erbanlagen, mit der ein Individuum geboren ist, in Betracht ziehen.“ (20.05.2004).
(siehe auch http://en.wikipedia.org/wiki/David_Reimer und hier das Original Zitat:
Professor Milton Diamond contributed his feelings about David Reimer's life and death:

- I hope David Reimer's life lives on in documenting the ill in scientific hubris and mendacity and celebrating his courage to expose the harm that was done to him in order to save others from a similar fate. The John/Joan story will be recalled by all those who think that sexual development is simply a matter of upbringing. Rearing is important but must take into account any inherent predisposition with which an individual is born." (e-mail correspondence, May 20, 2004) ''

Die Weiterentwicklung von John Moneys Geschlechterentwicklungsphilosophie betrieb umfangreich Judith Butler, eine amerikanische Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft an der European Graduate School und an der University of California, Berkeley in Berkeley. Ihr Gedankengebäude wirkt prägend auf deutsche Universitäten, sozialpädagogische Fachhochschulen und Institute.[8]


↑ René Pfister: Der neue Mensch. In: „Der Spiegel“ 1/2007
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,457053,00.html
↑ Volker Zastrow: Politische Geschlechtsumwandlung. FAZ, 20. Juni 2006
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E19A6FC7720554E81829007B25E33D7E4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wenn man sich dann die Diskussionsseiten der beiträge anschaut, dann wird klar, dass hier viele politische Demagogen unterwegs sind für Gender Mainstreaming zu kämpfen.

Gruesse Franz J. A. Romer

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